Schmerzfelder: Was schwere Zeiten mit uns machen
Am Sonntag haben wir über Schmerzfelder gesprochen. Es ging um schwere Zeiten und um die Frage, was unser eigenes Dagegenstemmen mit ihnen macht.
Christian nennt es Schmerzfeld, weil ein Feld einen Rand hat. Er glaubt, dass alles vergeht, egal wie lange es dauert.
Die letzten drei Jahre waren für uns zwei sehr hart. Wir haben uns dabei abgewechselt. War einer unten, hat der andere gehalten.
Wenn wir heute alte Fotos anschauen, erkennen wir uns manchmal kaum wieder.
Im Raum standen ein paar Fragen. Ist das, was passiert, wirklich schlimm? Oder wird es erst durch unsere Gedanken so schwer?
Und wie kommt man wieder raus, wenn man mittendrin steckt?
Die Inhalte
- Alles ist erst mal neutral: Christian hat die Idee mitgebracht, dass ein Ereignis am Anfang noch keine Bedeutung hat. Er erlebt es so, dass es ihm dort am meisten weh tut, wo er sich wehrt.
- Wenn man sich ganz klein fühlt: Christian hat erzählt, wie vor drei Jahren unsere Social-Media-Konten gehackt wurden und er sich völlig hilflos gefühlt hat. Es hat über elf Monate gedauert, bis wieder alles bei uns war. Seitdem denkt er bei jeder neuen Idee die Sicherheit gleich mit.
- Zwei Tage weinen, dann aufstehen: Anna hat erzählt, wie sie in den letzten Jahren gesundheitlich gekämpft hat. Zwei Tage lang hat sie sich gefragt, warum gerade sie, und am dritten Tag hat sie zu sich gesagt „Jetzt reicht's, Krönchen richten.“
- Der Stier auf der Weide: Christian vergleicht sich mit einem Stier, der zu lange auf derselben Weide steht, bis das Gras nicht mehr nachwächst. Wenn der Schmerz bei ihm groß wird, fehlt meistens das Tun. Seit er sich traut, vor die Kamera zu gehen, wird es in ihm ruhiger.
- Wieder Anfänger sein: Christian hat ein altes, undichtes Dachfenster selbst repariert, obwohl er Höhenangst hat. Anna und Christian sind beide nicht gern Anfänger. Anna hat dieses Jahr unseren neuen Account gestartet und sich dabei gefühlt, als finge sie bei null an. Sie hat gemerkt, wie viel Stress der Wunsch macht, sofort Profi zu sein.
Zum Mitnehmen
- Schreib dir diese Woche eine Stelle auf, an der du dich wehrst.
- Setz dich fünf Minuten in Ruhe damit hin und frag dich, was sie dir zeigen will.
- Tu danach einen kleinen Schritt, statt auf derselben Weide stehen zu bleiben.
- Wenn du eine Auswahl auswählst, wird eine vollständige Seite aktualisiert.
- Drücke die die Leertaste und dann die Pfeiltasten, um eine Auswahl zu treffen.
